Aktuell

Johann-Günther König
Fahradfahren
Von der Draisine bis zum E-Bike
Originalausgabe
Geb. Format: 12 x 19 cm
ca. 240 S. 17 Abb.
Erscheint Mitte März 2017
Erscheint auch als E-Book
ca. EUR (D) 19,00
ISBN: 978-3-15-011098-0

Eine geniale Maschine wird 200: Am 12. Juni 1817 startete der Freiherr Drais von Sauerbronn die erste Ausfahrt mit der selbstkonstruierten »einspurigen Laufmaschine«, der nach ihm benannten »Draisine«. Das Fahrrad war erfunden, sah allerdings noch etwas anders aus als heute. Bis zum Kettenantrieb mit Pedalen dauerte es nämlich eine Weile, aber dann kam die Sache richtig in Schwung – und der hat seither nicht nachgelassen. Heute erlebt das Fahrrad seinen neuesten Boom im Zeichen von vernetzter und nachhaltiger Mobilität. Johann-Günther König erzählt diese Erfolgsgeschichte mit ihren Legenden aus der Sicht der radelnden Zeitzeugen. Ausführlich kommen zumal die vielfältigen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Aspekte zur Sprache. Nützliche Informationen über die Funktionsweise des Rads, das Zubehör und Erste Hilfe bei Pannen und Problemen runden das Buch ab.

 

Die_spinnen_die_Briten_02Johann-Günther König
Die spinnen, die Briten
Das Buch zum Brexit
Rowohlt Taschenbuch, 10,00 €

Sie haben es wirklich getan. Und es ist ein politisch unerhörter, noch nie dagewesener Vorgang, der uns alle betreffen wird: Wirtschaft, Tourismus, den englischen Freund und die Freundin von nebenan, die in Deutschland arbeiten. Dass sich beim Referendum am 23. Juni 52 Prozent der Stimmberechtigten für den Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU aussprachen – im Grunde hatte niemand es geglaubt. Zerfällt jetzt Großbritannien? Oder gar Europa nach weiteren Referenden? Was bedeutet der „Brexit“ für die Briten, die Europäer und für uns? Wie geht es jetzt weiter, nachdem das britische Volk gesprochen hat? Im Vereinigten Königreich, in Brüssel und in den verbliebenen 27 EU-Staaten?
Und wie konnte es überhaupt so weit kommen? England- und EU-Experte Johann-Günther König erklärt das moderne Großbritannien, Land und Leute, ihr Alltagsleben, ihre Obsessionen, ihre kulturelle und ethnische Vielfalt. Er zeigt, wie kulturelle Eigenheiten, wirtschaftliche Hybris, politische Grundsatzentscheidungen und der Zerfall gesellschaftlicher Eckpfeiler die Briten immer weiter vom Kontinent entfernt haben. Das Brexit-Votum macht die Tragik eines Landes sichtbar, das vorher schon zerrissen war und seine Probleme am falschen Ort auslebte – und damit alles nur noch schlimmer gemacht hat.
Ein kompetenter und kompakter Übersichtsband, der anhand zahlreicher Fakten über Ursachen und Folgen des Brexit informiert und sie verstehbar macht – alles, was man jetzt wissen muss; Orientierung aufs Wesentliche im Dschungel der Berichte und Debatten.

 

 

NotdurftJohann-Günther König
Das große Geschäft
Eine kleine Geschichte der menschlichen Notdurft
Hardcover mit Schutzumschlag, 254 Seiten, 24,80 €

Der menschliche Umgang mit der Notdurft hat eine Geschichte. Er spiegelt die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungsschritte von Gesellschaften. Um sie nachvollziehen zu können, reicht es nicht, nur die Entwicklung des Ortes der Notwendigkeit an sich sowie die damit verbundenen festen und mobilen Erzeugnisse unter die Lupe zu nehmen.
Auf Grundlage von schriftlich überlieferten Schilderungen und persönlichen Berichten erhellt Johann-Günther König, wie sich die abendländischen Toilettengewohnheiten zu dem entwickelt haben, was sie heute sind.

„Johann-Günther König schafft es, auf der ersten Seite seines Essays „Das große Geschäft“ das Wort „Scheiße“ zu vermeiden. Danach führt er den Leser unerschrocken durch die Geschichte der menschlichen Notdurft, unterhaltsam und lehrreich. Er klärt über die biologische Seite der Verdauung auf, zitiert Fachliteratur von der Apotheken-Umschau bis zur Dissertation über Toiletten und Urinale, Dichtung von Grimmelshausen bis Handke. Er räumt mit historischen Irrtümern auf wie dem, dass das Mittelalter tabulos mit Kot und Darmwind umgegangen sei, er plaudert über den Kunstfurzer von Paris und lässt uns an den Qualen der Liselotte von der Pfalz teilhaben, die im Schloss Fontainebleau ohne Kackstuhl auskommen musste. Und er beschert uns Einsichten wie die, dass „die traditionellen Sitztoiletten … nur für Frauen akzeptabel“ seien. Ein Born des Wissens.“  (Westfälischer Anzeiger,  16.10.2015)

 

Pubs_londonJohann-Günther König
Pubs in London. Eine literarische Kneipentour
E-Book, strombuch 2014
265 Druckseiten; 9,99 €
Erhältlich ist das Buch im Apple-Store und auf Google Play.
Mehr Informationen unter: strombuch.de

Wie wäre es mit einem literarischen pub crawl kreuz und quer durch London? Die empfehlenswertesten Lokale, die schmackhaftesten Biere, besten Anekdoten und literarischen Schilderungen kredenzt der Autor mit vielen Informationen, Fotos, Videos, Karten und Navigationshilfen, damit weder im Lesesessel noch bei einem Besuch in London kein Pub-Besuch zu kurz kommt und kein pint zu lange warten muss. Ein multimedialer Trip nicht zuletzt für Smartphone-Nutzer.

„Das Buch bietet jede Menge Infos zu etlichen Pubs in ganz London. Ihr erfahrt massenweise Hintergrundinfos zur Londoner Bier-Kultur und über die Geschichte der einzelnen Lokalitäten. Ihr wollt am selben Tisch ein pint genießen, an dem einst George Orwell saß? Mit diesem Buch findet ihr heraus, wo ihr hin müsst.“ (reisedeals.com)

 

euro stabilisierenRudolf Hickel, Johann-G. König
EURO stabilisieren. EU demokratisieren
Kellner Verlag, Bremen 2014, 288 Seiten
EUR (D): 14,90 €

Prof. Dr. Rudolf Hickel analysiert die Ursachen der tiefgreifenden Euro- Systemkrise. Zu deren Überwindung entwickelt er praxisnahe und instrumentierbare Ansatzpunkte. Den Euro retten als monetäre Basis einer Wirtschafts- und Politischen Union, aber nicht zu Gunsten der Banken und Hedgefonds, sondern der Menschen.

Dr. Johann-Günther König hinterleuchtet den unnötig komplizierten und nur vorgeblich demokratischen EU-Betrieb, gleicht die politischen Ziele mit der Realität des unhaltbar großen Wirtschafts- und Wohlstandsgefälles zwischen den Mitgliedstaaten ab und macht die ›Sollbruchstellen‹ der EU deutlich.

„Rudolf Hickel ist seit vielen Jahren die wohl wichtigste Stimme unter den alternativen Ökonomen. Er hat sich für sein jüngstens Buch mit dem Sozialwissenschaftler Johann-Günther König zusammengetan, und das ergibt eine sehr attraktive Mischung. In bewährter Manier skizziert zunächst Hickel die ‚kurzatmige Rettungstechnokratie‘ der EU, von den ‚Geburtsfehlern des Euro‘ […] über die Weigerung, das außenwirtschaftliche Ungleichgewicht und vor allem die deutschen Exportüberschüsse zu reduzieren, bis hin zur immer noch vollkommen unzureichenden Bankenregulierung. Besonders lesenswert auch der kurze Blick auf Schlaglichter wie die Rolle von Goldman Sachs bei der Verschleierung des griechischen Haushaltsdefizits. Vor allem aber präsentiert Hickel, verbunden mit einem klaren Plädoyer für den Erhalt der Gemeinschaftswährung, eine wirtschaftspolitische ‚Agenda‘, zu der die Idee eines ‚Marshallplans‘ für Investitionen ebenso gehört wie ein gemeinsamer ‚Schuldenentlastungsfonds‘ der Eurostaaten. Schon dieses Lehrstück über Europas ungenutzte Chancen hätte jene Aufmerksamkeit verdient, die eine großkoalitionär verkrustete öffentliche Meinung mehrheitlich nicht mehr aufbringt. Doch seinen besonderen Reiz erhält dieses Buch dadurch, dass Co-Autor König Hickels Prozedere im zweiten Teil mit Blick auf die Verfasstheit einer künftigen ‚Europäischen Wohlfahrtsunion‘ wiederholt. Diese Wohlfahrtsunion und die Idee vom europäischen ‚Vielvölkervolk‘, das die Einheit erst erkämpft und dann trägt, mag utopisch erscheinen – und König weist selbst auf die Größe der Aufgabe hin, wenn er der Habermas’schen Idee eines Verfassungskonvents Wolfgang Streecks Warnung entgegenhält, bei zu frühem Start könne er an nationalen und vor allem regionalen Partikularinteressen scheitern. Aber das macht die Skizze für ein einiges und wohlfahrtstaatliches Europa weder falsch noch überflüssig.“ (Stephan Hebel, in: FRANKFURTER RUNDSCHAU, Dezember 2014)

 

Engels_Fenster_low

Friedrich Engels, Die Bremer Jahre 1838 – 1841
Als Friedrich Engels vor 177 Jahren, im Sommer 1838, in Bremen eintraf, war der 18-Jährige noch ein unbeschriebens Blatt. Als er Bremen Ostern 1841 wieder verließ, hatte er sich bereits einen großen Namen als Journalist bzw. Korrespondent gemacht. Allerdings unter dem Pseudonym Friedrich Oswald, was der Forschung erst im frühen 20. Jahrhundert auffiel. In der Freien Hansestadt traf der junge Engels nicht zuletzt auf Kaufleute, die dazu beitrugen, dass der wissbegierige junge Unternehmersohn aus Barmen in Bremen einen ungeheuren geistigen Entwicklungssprung machen konnte. Die Grundlage für sein späteres weltgeschichtliches Wirken legte Friedrich Engels in Bremen. Er ist der berühmteste Zieh-Sohn unserer Stadt.

Seit dem 4. Juni 2015 hängen zwei Schautafeln in der Martinistraße (Vor dem Atlantic Grand Hotel) die an die wichtigen Bremer Jahre (1838-1841) von Friedrich Engels erinnern.

 

engelsJohann-Günther König
Friedrich Engels
Die Bremer Jahre von 1838 bis 1841
608 Seiten, über 300 Abb., 17×24 cm gebunden
Kellner Verlag, Bremen 2007

Vom freiheitsliebenden Dichter zum bedeutenden Publizisten

Friedrich Engels (1820–1895) erlangte im Tandem mit Karl Marx als Politiker, Publizist, Militärtheoretiker und Philosoph Weltruhm. Den Grundstein zu dieser beachtlichen Karriere legte der Sohn eines Barmer Unternehmers während seiner Ausbildungszeit in Bremen von 1838 bis 1841. Der emsige Briefschreiber wie Verfasser von literarischen und journalistischen Arbeiten wurde hier zu einem bedeutenden Publizisten des Vormärz, was seine Mitarbeit an einigen der damals wichtigen Zeitschriften belegt.

Dieses Buch durchleuchtet die enorme geistige und weltanschauliche Entwicklung Engels‘ und erweitert durch die Erschließung neuer Quellen den bisher erreichten Forschungsstand. Zeitgenössische Bilder und Dokumente veranschaulichen die von dem wachen und überaus intelligenten Heißsporn in der Hansestadt vorgefundenen Verhältnisse, die ihm viel zu bieten hatten.

Der dokumentarische Teil umfasst, erstmals in chronologischer Folge, sämtliche der nachweislich in Bremen von Engels verfassten Briefe, Zeichnungen, Artikel und literarischen Arbeiten: kritische, lehrreiche und humorvolle Zeugnisse einer vorrevolutionären Zeit, einer außergewöhnlichen Persönlichkeit und einer besonderen Stadt.

Was heute fast vergessen ist: Friedrich Engels, der berühmte Philosoph und Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus, war bereits während seiner Bremer Zeit im deutschsprachigen Raum ein einflussreicher Publizist. Der junge Engels lebte und arbeitete fast drei Jahre in der Hansestadt und entwickelte hier die entscheidenden Grundlagen für sein späteres geistiges und politisches Wirken.

Johann-Günther König zeichnet seinen Lebensweg von der Geburt in Barmen bis zum Ende der Ausbildungszeit in Bremen nach, ergänzt den bisherigen Forschungsstand um zahlreiche neue Fakten und Dokumente und rückt erstmals die bremischen Orte sowie Familien ausführlich ins Licht, die für den jungen Engels von Bedeutung waren.

Dieses Werk schließt fast sämtliche der bisher offenen Forschungslücken zur Jugendzeit Friedrich Engels‘ und ist zugleich die längst fällige historische Würdigung seiner Jahre in Bremen. Die in diesem Buch vollständig abgedruckten Briefe und Schriften aus Engels‘ Bremer Zeit gewähren einen fesselnden Blick auf den Vormärz und sind ein wunderbares Zeugnis für die Entwicklungskraft junger Menschen.