was es heißt, jude zu sein.
Eine Kindheit in Bremen
Hrsg. v. Jürgen Dierking und Johann-Günther König für "Erinnern für die Zukunft", Edition Temmen, Bremen 2004, Hardcover 72 S., € 9,90
Josef Kastein (eigtl. Julius Katzenstein) wurde 1890 in Bremen geboren und starb am 13.6.1946 in Haifa. Kastein studierte Rechtswissenschaften, promovierte zum Dr. jur. und praktizierte ab1919 in Bremen als Anwalt. 1927 verließ er die Hansestadt und ließ sich in der Schweiz als freier Schriftsteller nieder. 1935 wanderte er nach Palästina aus. Schon in seiner Bremer Jugendzeit entwickelte sich Josef Kastein zu einem bewussten Juden zionistischer Prägung. Seine Laufbahn als bedeutender Autor begann in den 1920er Jahren. Während der 1930er Jahre machte sich Kastein einen Namen als Verfasser weit verbreiteter Monografien zur Geschichte des Judentums. In den neu vorliegenden Erinnerungen beschreibt Kastein eine jüdische Kindheit in Bremen vor gut hundert Jahren. Die Frage nach der Abgrenzung gegenüber den "Anderen" zieht sich wie ein roter Faden durch den Text. (Seinen 1927 erschienenen Roman „Melchior. Ein hanseatischer Kaufmannsroman“ haben Dierking und König 1997 neu herausgegeben.)
friedo lampe: von tür zu tür
Phantasien und Capriccios
Mit einem Nachwort herausgegeben von Johann-Günther König. Wallstein Verlag, Göttingen 2002. 240 Seiten, 22 Euro; dtv, München 2005, 11 Euro
Der aus Bremen gebürtige Friedo Lampe war ein Meister avantgardistischer Formexperimente und ein bedeutender Vertreter des Magischen Realismus. Die in diesem Sammelband erstmals komplett vorgelegten Erzählungen und Gedichte einschließlich bisher noch nicht veröffent-lichter Texte aus dem Nachlass sind ein wunderbarer Beleg dafür. Dieser dritte Band der Neuausgabe von Friedo Lampes Werken in Einzelausgaben trägt den Titel eines Sammelbandes, der 1944 erschien, aufgrund der Kriegswirren jedoch keine Beachtung mehr fand. Als das Buch 1946 neu aufgelegt wurde, war Friedo Lampe bereits tot.
„...Was lässt sich in einer Kurzanzeige mehr sagen, als dass Friedo Lampe den nach ‚wirklichem' Lesestoff Suchenden ans Herz gelegt sei?" (Neue Züricher Zeitung, Dezember 2002)
(Zuvor erschienen: Am Rande der Nacht. Roman. Mit einem Nachwort herausgegeben von Johannes Graf; Septembergewitter. Roman. Mit einem Nachwort herausgegeben von Jürgen Dierking. (Beide: Wallstein Verlag, Göttingen; dtv, München.)
Eine Kindheit in Bremen
Hrsg. v. Jürgen Dierking und Johann-Günther König für "Erinnern für die Zukunft", Edition Temmen, Bremen 2004, Hardcover 72 S., € 9,90
Josef Kastein (eigtl. Julius Katzenstein) wurde 1890 in Bremen geboren und starb am 13.6.1946 in Haifa. Kastein studierte Rechtswissenschaften, promovierte zum Dr. jur. und praktizierte ab1919 in Bremen als Anwalt. 1927 verließ er die Hansestadt und ließ sich in der Schweiz als freier Schriftsteller nieder. 1935 wanderte er nach Palästina aus. Schon in seiner Bremer Jugendzeit entwickelte sich Josef Kastein zu einem bewussten Juden zionistischer Prägung. Seine Laufbahn als bedeutender Autor begann in den 1920er Jahren. Während der 1930er Jahre machte sich Kastein einen Namen als Verfasser weit verbreiteter Monografien zur Geschichte des Judentums. In den neu vorliegenden Erinnerungen beschreibt Kastein eine jüdische Kindheit in Bremen vor gut hundert Jahren. Die Frage nach der Abgrenzung gegenüber den "Anderen" zieht sich wie ein roter Faden durch den Text. (Seinen 1927 erschienenen Roman „Melchior. Ein hanseatischer Kaufmannsroman“ haben Dierking und König 1997 neu herausgegeben.)
friedo lampe: von tür zu tür
Phantasien und Capriccios
Mit einem Nachwort herausgegeben von Johann-Günther König. Wallstein Verlag, Göttingen 2002. 240 Seiten, 22 Euro; dtv, München 2005, 11 Euro
Der aus Bremen gebürtige Friedo Lampe war ein Meister avantgardistischer Formexperimente und ein bedeutender Vertreter des Magischen Realismus. Die in diesem Sammelband erstmals komplett vorgelegten Erzählungen und Gedichte einschließlich bisher noch nicht veröffent-lichter Texte aus dem Nachlass sind ein wunderbarer Beleg dafür. Dieser dritte Band der Neuausgabe von Friedo Lampes Werken in Einzelausgaben trägt den Titel eines Sammelbandes, der 1944 erschien, aufgrund der Kriegswirren jedoch keine Beachtung mehr fand. Als das Buch 1946 neu aufgelegt wurde, war Friedo Lampe bereits tot.
„...Was lässt sich in einer Kurzanzeige mehr sagen, als dass Friedo Lampe den nach ‚wirklichem' Lesestoff Suchenden ans Herz gelegt sei?" (Neue Züricher Zeitung, Dezember 2002)
(Zuvor erschienen: Am Rande der Nacht. Roman. Mit einem Nachwort herausgegeben von Johannes Graf; Septembergewitter. Roman. Mit einem Nachwort herausgegeben von Jürgen Dierking. (Beide: Wallstein Verlag, Göttingen; dtv, München.)